Flexible Realität

Die Welt ist so wie ich sie sehe oder besser gesagt so, wie ich sie sehen will, wenn ich durch sie gehe. Mein Blick ist jedoch nicht starr nach vorne gerichtet, auch der Blick nach links und rechts entzückt und manchmal blicke ich sogar zurück. Sehe das Ich aus der Vergangenheit, ein Ich, welches heute nicht mehr ist. Und irgendwie ergibt das schon Sinn.

Ständig in Veränderung und immer im Wandel, wär doch auch langweilig immer dieselbe zu sein. Genau wie die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Gesellschaft, die jedoch aufschreit sobald Veränderung sich zeigt. Die Gesellschaft gibt uns vieles vor, setzt uns Grenzen, grenzt uns wahrlich ein. Zeigt uns was richtig uns was falsch ist. Doch was ist Trug? Was ist Schein? Teilweise mit, teilweise ohne Begründung, die auch plausibel wär. Beeinflusst sie uns vielleicht zu sehr?

Die Realität sieht zwar ein jeder anders und doch sieht sie für alle gleich aus… Was mir noch paradox erscheint, wenn ein jeder sie, die Realität, so annimmt, wie sie eben ist, wieso möchten alle aus ihr hinaus? „Der Realität entfliehen“ – eine häufig gebrauchte Redewendung.

Viele sagen, die Welt, so wie sie gerade ist, sei eine fixe und festgefahrene Realität. Unveränderlich. Vorherbestimmt. Wie ein Buch, das bereits ein festgelegtes Ende besitzt, auch wenn man erst mitten in der Geschichte steckt, womöglich bloß die erste Seite gelesen hat. Kann man hier also von Schicksal sprechen? Irgendwie möchte ich hiervon ausbrechen – was auch immer dieses „hier“ sein mag.

Dieser Zaun, diese Wand, diese kalte Mauer vor der ich stehe, sie alleine trägt den Namen Schicksal. Und scheint sie noch so unüberwindbar, während ich an ihr entlanggehe überfällt mich innerlich ein Schauer. Denn ich weiß jetzt, dessen bin ich mir nun bewusst, ich kann mich dagegen auflehnen, kann sie zu Fall bringen und erkenne, das habe ich irgendwie immer schon gewusst, gespürt ganz tief in mir.
Denn eine Mauer, eine Wand, ein Zaun ist von Menschen erbaut, errichtet. Kann also bröckeln…

Also lass es einstürzen bevor es dich vernichtet!

Und eines Tages werde ich sie erklimmen, diese Mauer, und überwinden und dem Himmel entgegenschweben, meinem persönlichen Himmel, und nach den Sternen greifen! Denn ich habe mein Schicksal selbst in der Hand! Und mein Glück gebe ich nicht auf wegen einer unsichtbaren und von fremden Menschen errichteten Wand!
Und wenn ich es eines Tages endlich schaffe meinem Herzen zu folgen, bist du hoffentlich an meiner Seite, deinem Herzen folgend, deinem Himmel entgegenschwebend.

Und Hand in Hand, trotz unendlicher Weite, folgen wir bestimmt unserem eigentlichen Weg und jeder Schritt, auch über Stock und über Stein, entlockt uns ein Lächeln, denn wir sind nicht mehr allein. Und wissen nun, so wie es jetzt ist, sollte es auch sein.

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