„Wenn…“ – Katharina, 24

Wenn man nicht auf sich Acht gibt, überrollt einen das Leben

Alles wird immer schnelllebiger. Wir huschen an unseren Mitmenschen vorbei, sind genervt und ungeduldig wenn wir 3 Minuten auf die Bahn warten müssen und sehen gar nicht was um uns herum passiert. Gestresst kommt man nach Hause, weil man noch das wichtige Dokument für seine Mutter ausdrucken und die Wäsche aufhängen sollte. Die beste Freundin wartet auch schon seit Tagen auf das Buch, das man sich ausgeliehen hat, die wichtige Arbeit ist immer noch nicht geschrieben und lernen sollte man eigentlich auch noch.

Manchmal funktioniert man nur noch und hat das Gefühl man wird von der Außenwelt überrollt. Besser, schneller und voller Energie muss man sein. ,,Die anderen rundherum schaffen es doch auch“, denkt man sich. Es wird von einem erwartet, dass man immer 100 Prozent gibt und sicher immer wieder selbst übertrumpft.

Aber wie lange geht das gut? Wie lange halten unser Körper und unsere Psyche das aus? Manche Menschen ziehen früh genug die Notbremse, andere landen ausgebrannt und ohne Lebenssinn in der Psychiatrie. Und wer jetzt glaubt dass einem das selbst nie passieren kann, der täuscht sich gewaltig. Gerade in einer Zeit in der die Tage nur so an einem vorbeirasen ist es wichtig einfach einmal stehenzubleiben und durchzuatmen. Das ist für viele von uns schwierig, weil einem die Angst im Nacken sitzt, dass man überholt werden könnte. Dass andere arbeiten während man selbst einfach nichts tut. Aber das sind Momente in denen man sich fragen sollte wofür man lebt und ob das Lob des Chefs, dass man mit der Arbeit schneller fertig war als die Kollegin wirklich wichtiger ist als ein Herbstspaziergang mit seiner Familie bei dem man seine Seele baumeln lassen kann. Und damit wären wir schon beim eigentlichen Thema dieses Beitrags. Auszeit, Entspannung und ,,Quality time“.

Wie ihr seht habe ich in letzter Zeit viel über dieses Thema nachgedacht und aus diesem Grund ein Experiment gewagt, bei dem ich bewusst darauf geachtet habe mich jeden Tag zu entspannen, mir Zeit für mich zu nehmen und Dinge zu tun die mich glücklich machen. Ich habe damit angefangen jeden Abend bevor ich ins Bett gehe Yoga zu machen. Zusätzlich zu meinem Yogaabend habe ich auch versucht meinem Hobby dem Fotografieren wieder mehr nachzugehen. Das konnte ich in den letzten Tagen gut mit einigen schönen Herbstspaziergängen verbinden. Manchmal gab es aber auch Tage wo ich einfach auf einer Parkbank in der Sonne saß und die letzten warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht genossen habe. All diese kleinen Momente in denen ich mir eine Auszeit genommen habe, in denen ich nicht daran gedacht habe ob andere mit ihren Aufgaben schon fertig sind, was ich noch alles zu erledigen habe, waren wie ein Kurzurlaub für die Seele.

Katharina, 24

„Ich hoffe ihr habt noch einen entspannten Abend und vielleicht fangt auch ihr damit an jeden Tag für ein paar Minuten Urlaub zu machen. Katharina“

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